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Leipziger Messe - Gäste 2005
Als Auszeichnung für besonders gute schulisch Leistungen war es am 01.11.2005 einer kleinen Gruppe von Schülern des Berufsschulzentrums für Ernährung, Hauswirtschaft und Körperpflege möglich, auf die weite Reise nach Leipzig aufzubrechen, um dort einen Einblick in das Messegeschehen das „Gäste 2005“ zu erhalten. Ermöglicht wurde dieser Ausflug durch die Agentur für Arbeit, welche den wissbegierigen Schülern so neben ihrer Ausbildung auch weitere Einblicke in das Gastronomiegewerbe ermöglichte. Auch wenn diese sehr verschiedene Formen annahm…
Doch dazu an späterer Stelle!
Zu einer der ungewöhnlichsten Zeiten für junge „Halb“ - Restaurant-, Hotelfachleute und Köche ging es im äußerst frühen Morgengrauen los! Immerhin mussten sich alle noch vor Beginn des eigentlichen Schulgeschehens auf dem Gelände der Berufsschule einfinden … und das ist wirklich zeitig! Gott sei Dank hatte man aber noch genügend Zeit im Bus weiter von einer Million, einen blitzendem neuen Auto oder ähnlichem zu träumen, da die Hinfahrt ganze drei Stunden forderte und unser Busfahrer schwer mit Stau und anderen Hindernissen zu kämpfen hatte ich sage da nur LKWs, die mit „rasender“ Geschwindigkeit beim Überholen den gesamten Verkehr aufhielten aber der gute Mann chauffierte uns trotz allem wenn auch mit Verspätung wohlbehalten zur Leipziger Messe. Dort angekommen, hetzten wir unter Anleitung von Frau Dinges und Frau Linke von einer Ecke zur nächsten über einen nie enden wollenden Parkplatz, fanden aber noch vor den anderen suchenden Parkplatznutzern den Eingang zur „Gäste 2005“.
Unsere erste Stadion führte uns ins Congress- Center, wo wir sehr Aufsehen erregend endlich in eine Diskussionsrunde hereinplatzten mit dem Kommentar „Ah, die Bautzner Schule ist auch endlich da!“ hier kann ich auch nur wieder betonen, dass es sicher nicht unauffälliger von der Moderatorin bemerkt werden konnte! So stiefelten wir unter dem Gelächter der anderen anwesenden Schulen auf vereinzelte freie Plätze.
Endlich wieder Ruhe eingekehrt, stellten sich die Diskussionsteilnehmer vor und gestatteten uns einen Einblick in ihrer faszinierenden Karrierelaufbahn! Vom Koch zum Personalmanager in einem InterConti, von der Restaurantfachfrau zur Mitorganisatorin der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland oder von einer Umschülerin zur Leiterin eines Mittelklassehotels … die Damen und Herren hatten einfach alles zu bieten! Es war beeindruckend und machte durchaus Mut, selbst nur das Höchste anzustreben! Nach der Vorstellung war es nun an den Schülern, Fragen zu stellen und gute Ratschläge einzuholen und die Herrschaften gaben klare und eindeutige Aussagen zum Besten „ Träumt weiter und macht das Beste aus Eurem Leben“ erhielt sehr viel Beifall und Zuspruch. Das Thema „Ausland“ bildete Stoff für die meisten Fragen, wobei doch jeder Einzelne unterschiedlichste Ansichten zur Saisonarbeit vertrat und auch die verschiedensten Gründe für einen Auslandaufenthalt anbrachte. In einem waren sich aber alle einig: Die Welt zu sehen und unterschiedliche Erfahrungen machen, kann niemand schaden. Für Tipps und entsprechende Adressen standen die Mitarbeiter der ZIHOGA zur Verfügung. Aber nicht nur das Thema Überstunden, Freizeit, Geld und Familie spielten eine wichtige Rolle.
Speziellere Auskünfte über einzelne Häuser, Hotelketten, Gehälter, Einstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung, Karriereplanung, Selbstständigkeit und Weiterbildung gaben die Experten in den nach der Diskussion ermöglichten Einzel- und Gruppengesprächen. Und auch hier waren die führenden Mitarbeiter von z.B.: MC Donalds, Mercure Leipzig, des Arcona Strandhotels, der Deutschen Barkeeper-Union und des Marriott Hotel Leipzig sehr gefragt … und Interessierte gab es ohne Ende. Die einzelnen Stände waren von Schülern umringt.
Nachdem schließlich die wichtigsten Fragen ausreichend besprochen wurden waren, zogen wir nun auf Erkundungstour durch das Messegelände. Leider konnten wir da nur wenige uns ansprechende Stände finden. Viele Aussteller waren absolut verkaufsorientiert und auch wenn viele schon vom eigenen Restaurant oder Hotel träumen, kann sicher niemand in solchen finanziellen Dimensionen einkaufen- vor allem nicht Azubis, die spätestens am Zehnten des neuen Monats mit voller Verwunderung feststellen, dass sie dummerweise wieder einmal am Ende des Kontoauszuges eine fette Null stehen haben. Dennoch ist es für größere Betriebe und Unternehmen sicher überlegenswert, sich wunderschönes teures Geschirr, ultrascharfe Spezialmesser, qualitativ hochwertige Zellstoffservietten im entsprechendem Jahreszeitenlook oder einen Ofen mit „AHA“- Effekt zu kaufen.
Richtig interessant wurde es erst bei der Ausstellung dekorativer Tafelgestaltung der Leipziger Hotelfachschule. Wunderschöne und mit viel Liebe gestaltete Tische, bei denen mit Raffinesse kleine beeindruckende Details eingearbeitet wurden. So zum Beispiel konnten wir einen Springbrunnen als zentralen Punkt eines „Tischsees“ entdecken oder eine kleine Eisenbahn beobachten, die zwischen Teller, Gläsern und Besteck ihre Runden drehte. Hätten wir uns einen Favoriten erwählen müssen, so wäre die Entscheidung sicher sehr schwer gefallen.
Nach drei Stunden Messevergnügen stiefelten wir schwer beeindruckt, aber auch sehr geschafft zum Bus zurück, um zufrieden in unsere Sitze zu sinken und erneut von einer Million, einem blitzendem neuem Auto oder ähnliches zu träumen…
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